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5 Minuten mit einem unserer Geschäftsbereichsleiter

5 Minuten mit… unserem Geschäftsbereichsleiter Olav! Er erzählt uns von seinen spannenden Aufgaben, die Themen wie Weiterbildungen und Benefits beinhalten, warum er sechs Monate um die Welt gereist ist und vieles mehr.

Wie lange bist du bereits im Unternehmen und welche Position hast du bei der 4soft GmbH inne? Was sind deine eigentlichen Aufgaben?

Letztlich hat mich mein damaliger Prof im Anschluss an meine letzte mündliche Informatikprüfung direkt zur 4Soft geschickt, die er ein paar Monate zuvor selbst mitbegründet hatte. Das war im Dezember 1999. Ich habe bei 4Soft schon in vielen Projekten für diverse Kunden gearbeitet und auch für unterschiedliche, übergreifende Themen Verantwortung übernommen. In meiner aktuellen Position bin ich Geschäftsbereichsleiter und damit verantwortlich für die Durchführung von allen Kundenprojekten in meinem Bereich. Dazu gehört selbstverständlich auch die Verantwortung für „meine“ Leute. Das sind aktuell elf Festangestellte, ein Werkstudent und ein Bachelorand.

Du bist parallel zu deiner eigentlichen Arbeit auch noch für die Themen Weiterbildung/Events/Benefits zuständig. Woher nimmst du die Zeit dafür?

Das ist richtig und eine tatsächlich sehr gute Frage. Zeit wird einem leider nicht geschenkt. Wenn einem etwas wichtig ist, dann muss man sich die Zeit dafür nehmen. Vermutlich sollte die Frage daher eher lauten „Warum sind diese Themen überhaupt wichtig genug, dass man sich dafür Zeit nehmen sollte?“.

Letztlich muss ich ja auch gar nicht alles selbst machen. Gerade das oftmals sehr zeitraubende „Organisatorische“ nimmt mir komplett das Sekretariat ab.

Ok, was hat dich also dazu bewogen, dir für diese Themen Zeit zu nehmen?

Als KMU sind wir in besonderem Maße auf hoch motivierte Mitarbeiter angewiesen. Die müssen aufgrund der sehr variablen Kundenprojekte auch breit aufgestellt und entsprechend gut qualifiziert sein. Da wir eine sehr flache Hierarchie haben, können wir engagierten Mitarbeitern allerdings – im Gegensatz zu großen Unternehmen – nur eine kurze Karriereleiter bieten. Wir brauchen daher im Wesentlichen immer wieder technologisch ansprechende und inhaltlich sinnstiftende Kundenprojekte, damit sich unsere Mitarbeiter auch dauerhaft bei uns zu Hause fühlen.

Ah, ich erinnere mich an die „Wunschprojekte“, die Johannes beschrieben hatte. Aber was genau hat das jetzt mit Weiterbildung/Events/Benefits zu tun?

Naja, bei den Benefits gibt es in unserer Branche bestimmte Angebote, die mittlerweile eher als Selbstverständlichkeit gelten, wie beispielsweise die betriebliche Altersvorsorge, steuerfreie Sachbezüge, Essensmarken, flexible Arbeitszeiten, Möglichkeit zum Homeoffice oder ein Firmenhandy inkl. passendem Vertrag. Ich denke, dass potentielle Bewerber diese Dinge mittlerweile einfach von ihrem Arbeitgeber erwarten.

Durch unsere Kooperation mit Fielmann bieten wir auch zu 100% geförderte Bildschirmbrillen und durch unser Firmenportal stehen unseren Mitarbeitern auch die Angebote von JobRad zur Verfügung. Ich denke auch, dass unsere sehr flexiblen Teilzeitmodelle gerade bei jungen Eltern dazu beitragen können, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen.

Durch die schon vorher, damals noch sehr dosiert, praktizierte Heimarbeit, waren wir übrigens für Corona schon lange vor der Pflicht zum Homeoffice bestens gerüstet. Gerade die Kinderbetreuung war teilweise ja auch schon vor dem Distanzunterricht ein Thema. Das sind aus meiner Sicht aber alles keine Dinge, die in irgendeiner Form zusätzlich motivieren, sondern eher Selbstverständlichkeiten, die demotivierend sein könnten, wenn sie fehlen.

Was sind denn dann die Dinge, mit denen 4Soft über die interessanten und sinnstiftenden Projekte hinaus bei den Mitarbeitern punkten kann?

Daran hat vermutlich unsere Firmenkultur einen nicht unwesentlichen Anteil. Wir arbeiten nicht nur zusammen, sondern haben hin und wieder auch zusammen Spaß. Ob das jetzt Softskill-Seminare sind, bei denen wir uns in Rollenspielen oder beim Improvisationstheater gegenseitig immer wieder überraschen oder die teilweise legendären 4Soft-Wochenenden, bei denen wir neben professionell organisiertem Teambuilding auch immer viel Gelegenheit haben, uns auch völlig abseits der Projektarbeit auszutauschen und den anderen auch mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Ich persönlich finde es schon sehr wichtig, dass die Leute, die zusammen arbeiten, einander vertrauen, die individuellen Stärken, Schwächen und Bedürfnisse des anderen kennen und dadurch entsprechend berücksichtigen können. Unsere Projekte sind in der Regel so groß, dass sie nicht einer im Alleingang erledigen kann. Gutes Teamwork ist daher für den Projekterfolg genauso wichtig wie für das Wohlergehen der Mitarbeiter, die sich in Stresssituationen immer wieder gegenseitig helfen müssen.

Du selbst hast Dir vor knapp drei Jahren mal eine Auszeit von sechs Monaten gegönnt. Zu Neudeutsch ein „Sabbatical“. Hat das Konzept bei Dir also nicht funktioniert?

(Lacht) So habe ich das noch nie gesehen. Meine Frau ist Realschullehrerin und hat ein entsprechendes Angebot ihrer Schule genutzt. Wir sind dann zusammen drei Monate in Asien und weitere drei Monate durch Australien und Neuseeland gereist. Alles Dinge, die man in den üblichen maximal 3-4 Wochen Urlaub bei weitem nicht so entspannt und gleichzeitig intensiv unterbringt.

Ich sehe es eher als große Stärke von 4Soft, auf solche, doch sehr individuellen Wünsche der Mitarbeiter eingehen zu können. Insbesondere auch in meiner Position. Sowas scheint bei weitem noch keine Selbstverständlichkeit zu sein, was für mich in keinster Weise nachvollziehbar ist: mit einem entsprechenden Planungsvorlauf – in meinem Fall zwei Jahre – sollte das jeder Betrieb für alle Positionen hinbekommen! Elternzeiten, auch für Männer gerne mal über die üblichen zwei Monate hinaus, Unfälle, Krankheiten oder Kündigungen kommen da sehr viel kurzfristiger und müssen zur Not auch bewältigt werden. Das nächste „Sabbatical“ ist übrigens für 2025 geplant. Ziel: noch offen.

Sabbatical in Australien
Klingt beneidenswert. Du sagtest eingangs, dass Ihr ganz besonders auf gut qualifizierte Mitarbeiter angewiesen seid. Wo bekommt Ihr die her bzw. was macht Ihr konkret, um Eure Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren?

Das fängt bei uns tatsächlich schon bei der Einstellung neuer Mitarbeiter an. Klarerweise schauen wir uns an, was die Kandidaten alles schon gemacht haben und aktuell können. Mindestens ebenso wichtig ist für uns aber die ständige Neugier. Unsere Mitarbeiter sollen ein eigenes Interesse haben, sich ständig weiterzuentwickeln und sich neue Technologien im Bedarfsfall auch gerne aneignen wollen. Als Projektunternehmen haben wir es außerdem auch immer wieder mit teilweise vollkommen neuer Fachlichkeit zu tun, die wir nicht als notweniges Übel betrachten, sondern für die wir uns ehrlich interessieren und begeistern müssen, um gute Arbeit zu leisten.

Der technologischen und fachlichen Vielfalt in unseren Projekten ist es auch geschuldet, dass wir nicht „den“ Weiterbildungsplan für alle Mitarbeiter anbieten können. Stattdessen kommt der konkrete Bedarf in der Regel aus den Projekten oder aus den Mitarbeitergesprächen, die wir alle halbe Jahre mit jedem einzelnen Mitarbeiter führen. Den überwiegenden Teil an Weiterbildung decken wir durch entsprechendes Coaching direkt in den Projekten („training on the job“) oder durch Angebote zum Selbststudium auf Plattformen wie beispielsweise PluralSight oder SafaribooksOnline ab. Hier müssen wir „nur“ entsprechende Zeit bzw. einen geeigneten Coach bereitstellen.

Gut, hin und wieder muss man die Mitarbeiter auch mal drauf hinweisen, dass es mehr Sinn macht, sich mal etwas Zeit zu nehmen, um die Axt zu schärfen oder sich in der Bedienung einer Kettensäge schulen zu lassen, anstatt einfach nur mit noch mehr Kraft auf den Baum einzudreschen…

Um Best Practices projektübergreifend besser im Unternehmen zu verbreiten, haben wir immer wieder auch interne Vorträge, gehalten von unseren Mitarbeitern, meist über aktuell Themen aus den laufenden Projekten. Die regelmäßig stattfindenden Coding Dojos organisieren die Mitarbeiter komplett selbst. Besonders fasziniert hat mich dabei, dass man allein, indem man anderen beim Entwickeln über die Schulter schaut, immer wieder neue Tricks und Abkürzungen mit der eigenen Entwicklungsinfrastruktur kennenlernt. Seien es „hidden“ IDE-Features von IntelliJ für noch umfangreichere Auto-Completion oder die Mächtigkeit der GIT Kommandozeile.

Was ist, wenn sich Mitarbeiter für Dinge interessieren, die gerade nicht für eines eurer Kundenprojekte relevant sind?

Auch das ist denkbar. Die Initiative muss in diesem Fall natürlich vom Mitarbeiter selbst ausgehen. D.h. er oder sie kommt entweder mit einer ganz konkreten Veranstaltung bzw. Schulung, die er oder sie gerne besuchen möchte oder einem Thema und wir helfen dann bei der Suche nach einer geeigneten Schulung. Hier muss der Mitarbeiter im Wesentlichen seinen Geschäftsbereichsleiter davon überzeugen, dass die Veranstaltung in irgendeiner Form, der individuellen Weiterentwicklung dient und kann dann maximal einmal pro Jahr eine solche Schulung buchen. Das Budget ist i.d.R. ausreichend für eine ca. 2-3 tägige Schulung ohne Übernachtung (d.h. im Raum München). Falls sich mehrere Mitarbeiter für dieselbe Veranstaltung interessieren, können wir hier manchmal auch Referenten exklusiv für 4Soft buchen.

Fällt Dir spontan ein persönliches „Highlight“ aus diesem Bereich ein, an das du dich auch im Nachhinein besonders positiv erinnerst? Wenn ja, warum?

Das ist nicht einfach. Die 4Soft-Wochenenden fand ich alle recht gelungen. Normalerweise fahren wir im Sommer, aber einmal haben wir das im Winter gemacht: Mit Hundeschlittenrennen und Schneeschuhwanderung. Und wir haben draußen im Schnee gegrillt und – nicht ganz nüchtern – einen überlebensgroßen Schneemann gebaut.

2019, zum 20-jährigen Bestehen von 4Soft, haben wir dann die ganze Firma eingepackt und sind nach Mallorca geflogen. Dort haben wir uns auf einem Katamaran „begrillen“ lassen und bei einem Kochprofi alle zusammen Paella gekocht. Auch das Canyoning fand ich sehr beeindruckend. Ich denke, wenn ich da weiter mache, dann erzähle ich morgen noch Geschichten. Wir haben auch schon diverse Softskill-Seminare zusammen gemacht, bei denen ich immer wieder überrascht wurde, was alles in unseren Mitarbeitern steckt. Im letzten Jahr haben wir für eine Online-Veranstaltung beispielsweise ein total verrücktes Video gedreht. Das war mal eine willkommene Abwechslung im Projektalltag. Das Video kann man sich übrigens hier ansehen.

Vielen Dank. Habt Ihr denn für dieses Jahr auch wieder was geplant?

Absolut! Nachdem wir das Firmenwochenende letztes Jahr wegen Corona absagen mussten, haben wir uns für diesen Herbst gleich mal wieder einen Termin gesichert. Nicht weit vor den Toren Münchens im Bayerischen Oberland. Anfang Juli peilen wir an, uns mal wieder live und in Farbe im Biergarten zu treffen. Die Neueinstellungen der letzten Monate kennen einige nur vom virtuellen Feierabendbier oder von den Blind Coffee Dates, die wir wöchentlich machen, um wenigstens etwas persönlichen Kontakt zu halten.

Bildnachweis Titel: © Robert Kneschke, Adobe Stock
Olav Rabe

Olav Rabe

Geschäftsbereichsleiter

+49 89 5307 44-517

rabe@4soft.de

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